Photoshop | Raw-Entwicklung | Dodge and Burn | Masken

Anwenden von verschiedenen Techniken in Photoshop

RAW-Entwicklung, Dodge and Burn, Luminanz-Masken

Mit der Photoshop-Bildbearbeitung soll der Mann noch älter aussehen und dem Titel “The Worker” noch mehr gerecht werden.

Die Idee zum Foto

Die Bearbeitungsidee hat ich schon vorher im Kopf, ich  hatte nur noch nicht das passende Bild. Also musste ein geeignetes Model her. Da ich den Mann gut kenne, weil er sich in der Nachbarschaft liebevoll um die Pferde kümmert, habe ich ihn einfach gefragt ob ich dieses Foto mit ihm machen darf. Das Foto habe ich mit meiner Canon 7D geschossen, mit dem Objektiv 2,8 70-200 mm bei 200 mm Brennweite. Der alte Mann war beim arbeiten und ich bat ihn sich auf eine Bank zu setzen. Die Cam habe ich auf den AV- Modus gestellt, da ich die Blende gezielt vorwählen wollte. Klick und schon war das Foto im Kasten. Ich habe nur natürliches Tageslicht benutzt, also ohne zu blitzen.

Die Raw-Entwicklung als Grundoptimierung

Ich habe das Foto in Photoshop als Smartobjekt geöffnet. Am Mac lege ich mit CMD + J  eine Kopie der Ebene an. Ich kopiere immer diese Original-Ebene und bearbeite die Kopie, so habe ich das Original in dieser Datei. und eine Grundoptimierung durchgeführt. Zur Grundoptimierung zu diesem Foto zähle ich Helligkeit, Kontrast und die Grundschärfe anpassen.

 

Jetzt geht es zum nächsten Bildbearbeitungsschritt

Ich möchte den Mann etwas altern lassen dazu bediene ich mich der Technik Dodge and Burn, auf deutsch heißt das: Aufhellen und abdunkeln.  Durch diesen Effekt kann man die Gesichtskonturen verändern und die Falten vertiefen.

Ich lege mir eine Kopie vom Original an, das mache ich übrigens immer als ersten Schritt in Photoshop. Nun macht man sich eine neue Ebene mit neutralgrauem Hintergrund im Modus “Weiches Licht”.  Ich arbeite mit Aktionen die ich mir erstellt habe, welche eine Dodge and Burn Ebene mit einem Mausklick einfügen. Mit dem Abwedler und Nachbelichter male ich nun mit wenig Deckkraft über die Stellen, welche ich bearbeiten will. Ich habe die dunklen Stellen mehr abgedunkelt und die hellen Stellen mehr aufgehellt. Das Ergebnis sieht dann so aus:

Der eigene Look mit Photoshop

Da mir das Foto immer noch zu “normal” aussieht, habe ich mir weitere Bearbeitungsschritte überlegt. Ich habe eine Gruppe erstellt mit einer Ebenen Kopie vom Originalfoto und ein Smartobjekt draus gemacht und den  Hochpassfilter angewendet und den Ebenemodus auf weiches Licht gestellt. Das hat den Effekt von einer extremen Nachschärfung. Da ich ein Schmartobjekt habe, kann ich den Grad der Schärfe auch noch im nachhinein beeinflussen. Nun lege ich mir Einstellungsebene an. Einmal Tonwert, dann Farbton/Sättigung und zu Schluss eine Gradations Einstellebene.

Die ganzen Einstellungen sind Geschmacksache. Der Vorteil von den Einstellebenen ist das man immer wieder die Werte anpassen kann, bis sie einem passen und zum gewünschten Ergebnis führen. Mein Ergebnis sieht dann so aus.

Details hervorheben

Als nächsten Schritt habe ich den Filter Detail Extractor aus der Nik Collection  benutzt, um noch mehr Details raus zu holen. Die Nik Collection ist eine kostenlose Filtersammlung, welche man im Internet runterladen und in Photoshop einbinden kann.

Diese Detailebene habe ich mit einer Ebenen-Maske versehen um nur den Mann mit den Details zu versehen, so das der Hintergrund nicht detailreicher wird.

Luminazmasken

Nun nutze ich eine Technik mit der man die Luminazen einzeln auswählen kann. Das ganze macht man über die Kanäle. So kann man die hellsten Stellen, die Mitten oder die Tiefen auswählen und gezielt mit einer Gadationskurve versehen. Wie man diese Luminazmasken erstellt werde ich mal gesondert beschreiben. Es ist etwas Arbeit diese zum ersten mal zu erstellen. Ich habe nun eine Aktion, welche das jetzt auf Mausklick automatisch erledigt. Ich habe bei diesem Foto nur die hellsten Stellen und die dunklen Stellen ausgewählt und bearbeitet.

 

Zum Schluß zeige ich noch meinen gesamten Ebenenaufbau in Photoshop. Ich habe mir angewöhnt um den Überblick zu behalten, die Ebenen Gruppen oder Einstellebenen immer zu benennen.

 

Das war es eigentlich schon um auf das Endergebnis zu kommen.

 

Ich wünsche viel Spaß beim nachbauen.


Rainer Braband Fotograf Bekond

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